Eindrücke vom Projektchor des Dekanats Traunstein für das Pop-Oratorium 'Luther'

Luther, Luther, wer ist Luther, Martin Luther?

So schallt es jeden Monat einmal gewaltig im evangelischen Gemeindehaus in Burghausen. Und zwar immer dann, wenn sich der Projektchor des Dekanats trifft, um sich auf das Poporatorium Luther in München vorzubereiten (s.auch www.luther-oratorium.de). Dieses wird am 18.3.2017 in der Olympiahalle in München mit 2000 Sängern, Solisten, Symphonieorchester und Band aufgeführt.

Im Projektchor des Dekanats Traunstein sind zur Zeit 80 begeisterte Sänger/innen aus Ruhpolding, Traunstein, Tittmoning, Altötting, Mühldorf, Burgkirchen und Burghausen. Mit großer Freude und bemerkenswertem Eifer sind alle engagiert bei den Proben.


Wir proben einmal im Monat entweder am Freitag von 18.00-22.00 Uhr oder am Samstag von 10.00-16.00 Uhr.

Herzlichen Glückwunsch - Dekan i.R. Karl Ittameier feiert Geburtstag

In Afrika geboren – in Bayern gewirkt
Ein Traunreuter aus Überzeugung: Ehemaliger evangelischer Stadtpfarrer und Dekan Karl Ittameier 85 Jahre alt

Text von Hans Eder

Traunreut. Als einjähriges Kind wurde er von den Leuten des Kiro-Stammes in Tansania bespuckt – dort in Afrika ein Zeichen der Hochachtung – und damit in den Stamm aufgenommen; die Einheimischen gaben ihm den Namen Mangue, was so viel wie „Wildkatze“ bedeutet. 36 Jahre später wurde er als längst erwachsener Mann evangelischer Pfarrer in Traunreut, weitere zehn Jahre danach Dekan im Dekanat Traunstein. Dieser exotische, weite Weg liegt hinter Karl Ittameier, der am Sonntag seinen 85. Geburtstag begangen hat – in der geräumigen Wohnung im sechsten Stock des Heidenhain-Hauses an der Werner-von-Siemensstraße in Traunreut, wohin er zusammen mit seiner Frau Emmi mit Beginn seines Ruhestandes wieder zurückgekehrt ist.

Eine Delegation aus unserem tansanischen Partnerdekanat Mpwapwa verbringt zurzeit ein paar Wochen im Dekanat Traunstein

Feierlich wurden unsere Gäste Tabulu Stanley Makas (Dekan), Kiwia Hudson Humphrey (Agrartechniker, Koordinator der Dekanatspartnerschaft), Mkonyi Sarael Jonas (Lehrerin, Schulbeauftragte für Sekundarschulen im Landkreis Kongwa) sowie Makau Anna Ally (Lehrerin) in der Trostberger Christuskirche begrüßt.

In den kommenden Wochen werden sie unsere Kirchengemeinden sowie mehrere diakonischen Einrichtungen besuchen.

 

Deutliche Worte zu Asyl, Jugendhilfe und Seniorenbetreuung

 
Thematische Vielfalt beim „Abend der Begegnung“ anlässlich des Besuchs von Landesbischof Bedford-Strohm
Text und Fotos: Hans Eder

Traunreut. Die Weitergabe des Glaubens, die Zukunft der Jugend, die Herausforderung durch den demografischen Wandel und die Ankunft vieler Asylsuchender in der Region: Das waren die Themen des „Abends der Begegnung“, wie Thomas Zugehör, der Vorsitzende des Diakonischen Werks Traunstein, die Veranstaltung am Dienstagabend im Traunreuter Wilhelm-Löhe-Zentrum nannte. Anlass für diese Begegnung war der Besuch von Dr. Heinrich Bedford-Strohm, evangelischer Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Rund 200 geladene Gäste aus dem evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirk Traunstein, der die Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting umfasst, erlebten einen „bereichernden“ Abend, so Bedford-Strohm, und klare Worte – vor allem in Richtung Jugendhilfe, Seniorenbetreuung und Asyl.

Hier ging es um das Thema Asyl, von links Diakonie-Vorsitzender Thomas Zugehör, ehrenamtliche Mitarbeiterin Monika Berlitz aus Bergen, stellvertretender Landrat Konrad Heuwieser aus Altötting, Asylsozialberaterin Britta Barth vom Diakonischen Werk und Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Fotos: Hans EderAusgesprochen deutlich nahm die ehrenamtliche Helferin Monika Berlitz aus Bergen zum Thema Asyl Stellung. Sie kritisierte die Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Asylsuchenden: jene die aus vermeintlich sicheren Ländern kommen und kaum eine Chance haben, in Deutschland bleiben zu dürfen, und jene, die aus Bürgerkriegsländern stammen und meist schnell eine Bleibegenehmigung bekommen. Sie appellierte an alle Verantwortlichen in Politik und Kirche, darauf hinzuwirken, dass auch die Menschen aus Ländern wie etwa Senegal hier eine Arbeit aufnehmen dürfen und dass für Asylsuchende Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden, nicht zuletzt auch von der evangelischen Kirche. Dafür gab es viel Beifall der Anwesenden. Der Landesbischof sagte zu, diesen Appell mitzunehmen, auch für Gespräche mit der Staatsregierung. Was jetzt nötig sei, wäre eine „Exzellenz-Initiative für Humanität“. Großes Lob sprach er allen aus, die sich für die Flüchtlinge einsetzen: „Wunderbar, dass Sie das machen!“

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